Das Vikunja

Vikunjas gehören zu den Kameliden der Neuen Welt. Sie sind in den südamerikanischen Anden in einer Höhe von 3.500 m bis 5.750 m zu Hause. Des Weiteren sind Sie in Bolivien, in Nordchile und im Nord-Westen Argentiniens zu finden.

Das Vikunja wurde 1976 im Washingtoner Artenschutzübereinkommen zur bedrohten Art erklärt. Seither sind zahlreiche Anstrengungen unternommen worden, diese kleinen Neuweltkameliden zu erhalten. Die Bemühungen haben sich ausgezahlt. Heute gibt es mehr als 180.000 wildlebende Vikunjas, allein 100.000 davon leben in Peru.

Das wertvolle Fell dient dem Vikunja dazu, die Winter mit der eisigen Kälte und die Sommer mit ihrer großen Hitze im Andenhochland zu überleben.

Die Vikunjafaser gilt als die wertvollste Naturfaser. Vikunja-Fasern sind einzigartig – Sie gelten als außergewöhnlich leicht, weich und stark und weisen einen Durchmesser von gerade einmal 12 Mikron (1 Mikron = ein tausendstel Millimeter) auf. Ihre Temperatur-Regulierungs-Eigenschaften sind unvergleichlich.

Bekleidung aus Vikunja-Wolle (z.B. Pullover) hält im Winter warm, da die Körperwärme nicht entweichen kann und die Kälte nicht an den Körper gelangt. Sie strahlt eine zeitlose Eleganz aus und kann auch als Investition betrachtet werden, da Sie immer ihren Wert behalten wird.

Da ein Vikunja beim Scheren durchschnittlich nur 250 Gramm Wolle in zwei Jahren liefert, wird das Fell von ca. 25 bis 30 Vikunjas benötigt, um einen einzigen Mantel herzustellen. Der Wert der Vikunjawolle steigt auf Grund der Seltenheit und der Kunst der Verarbeitung.

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