Das Lama

Das Lama gehört neben dem Guanako, Vikunja und Alpaka zu den Neuweltkameliden und ist von allen der kräftigste Vertreter. Von den Indianern werden die Lamas seit über 5.000 Jahren gezüchtet.

Das Lama ist in den Südamerikanischen Anden von Equador bis Chile verbreitet. Es wurde in Peru domestiziert und im Andenraum größtenteils als Lastentier und Fleischlieferant gehalten. Inzwischen erfolgt der Export von Lamas in viele Länder, in denen Sie als Trekking- & Hobbytiere sowie zur Landschaftspflege sehr geschätzt werden. Des Weiteren werden Lamas auch in der Psycho- und Physiotherapie eingesetzt.

Das Vlies der Lamas zeichnet sich durch lange glatte und glänzende Deckhaare ( grobe Grannenhaare) und kürzere weiche, nicht glänzende Unterwolle aus.  Bei einer Schur werden drei bis acht Kilogramm verspinnbares Material von der Lamawolle gewonnen.
Es besteht neben der Schur die Möglichkeit, die Fasern des Lamas durch Ausbürsten zu gewinnen. Das bietet den Vorteil, dass man hierbei fast die reine Unterwolle erhält. Wohingegen man beim Scheren ein Gemisch aus Unter- und Oberwolle gewinnt, bei dem die groben Grannenhaare anschließend noch entfernt werden müssen.

Zuerst werden die Fasern geöffnet und gekämmt, bevor die Wolle versponnen oder gefilzt werden kann. Nach dem Scheren wird die Wolle ganz vorsichtig gewaschen, um Fett, Staub und Dreck zu entfernen. Ein Teil des Wollfettes bleibt in der Wolle und bewirkt, dass sie wasser- und schmutzabweisend ist. Die Lamawolle  ist sehr atmungsaktiv sowie luft-u. wasserdurchlässig, da die Faser hol ist. Der Faserdurchmesser beträgt weniger als 20 tausendstel Millimeter, was die Lamawolle äußerst fein macht.

Das Lama kann einfarbig sein, aber auch verschiedene Farben innerhalb seines Felles aufweisen. Die Lamawolle wird unter anderem zur Herstellung von Ponchos und Matten verwendet. Nutzt man die Lamafaser zum Spinnen, so wird selbige  gern mit 40% Schafwolle gemischt.

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