„…Sich in der Wolle haben…“

„Die haben sich in der Wolle…“, so oft schon hat man den Ausdruck gehört, doch was bedeutet es eigentlich wenn „man sich in der Wolle hat“?

Der Ausdruck stammt aus dem Mittelalter und hat sich bis heute am Leben erhalten. Damals wurden die Schafe und Ziegen gemeinsam geschoren und deren Wolle legte man auf einem großen Haufen zusammen. Zuerst einmal wurde die Wolle sortiert, um Sie danach verspinnen zu können.

Die Verteilung der Wollmenge erfolgte danach, wie viele Tiere jeder Eigentümer hatte. Da jedoch die Schaf-und Ziegenwolle auf einem Haufen lag, wurden natürlich unterschiedliche Wollqualitäten verteilt. Das hatte zur Folge, dass es zu Streitereien kam, denn ein jeder Eigentümer fühlte sich ungerecht behandelt. Meist war es so, dass der Grundherr seinen besten Anteil entnahm, dicht gefolgt vom Dorfältesten.

Somit bekam man sich in die Wolle wegen der Wolle (= Der Ausdruck hat noch heute Bestand, auch wenn man sich wohl heutzutage weniger wegen der Wolle streitet, als vielmehr wegen anderen Dingen.

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